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 Heimlich Muslima sein? 
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Miss Mohnkuchen
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
malaika hat geschrieben:
...
saida hat geschrieben:
Im Koran steht, dass Gott einem wichtiger sein muss als die Eltern...

:shock: Wo steht das denn?

@ Malaika: Vielleicht meinte sie das hier:
Zitat:
Sprich: "Wenn eure Väter und eure Söhne und eure Brüder und eure Frauen und eure Sippe und das von euch erworbene Vermögen und die Wäre, deren Unverkäuflichkeit ihr befürchtet, und die Wohnungen, die euch gefallen, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das Bemühen auf Seinem Weg, dann wartet, bis Allah mit Seinem Befehl kommt." Und Allah leitet die Lasterhaften nicht. (Quran, 9:24)

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Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen, ihre Herzen zu demütigen vor der Ermahnung Allahs und vor der Wahrheit, die herabkam ... ? [57:16]


Di 02 Mär 2010 - 17:51
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
[quote="Asandra] die Bodentruppe "Moslems" noch die Bodentruppe "Christen" passt. .[/quote]
DAS Wort muß ich mir merken!! :smifun:

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Der Glaube ist wie die Liebe: Er läßt sich nicht erzwingen. Daher ist es ein mißliches Unternehmen, ihn durch Maßregeln einführen oder befestigen zu wollen.
Arthur Schopenhauer


Di 02 Mär 2010 - 18:30
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
@Asandra: Du sprichst mir aus der Seele...da ist wohl Umma-selber-bauen angesagt. Das ist auch der Punkt, an dem ich gerade stehe.

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My true religion, my simple faith is in love and compassion. There is no need for complicated philosophy, doctrine, or dogma. Our own heart, our own mind, is the temple. The doctrine is compassion. Love for others and respect for their rights and dignity, no matter who or what they are - these are ultimately all we need.[Dalai Lama]


Mi 03 Mär 2010 - 09:21
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
"Bodenpersonal" ist mir geläufig.
Einen Großteil kann man wirklich nur noch in die Tonne kloppen. :evil:
"...Weh euch Gesetzeslehren! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selber aber rührt ihr keinen Finger dafür." Lk 11, 46


Mi 03 Mär 2010 - 09:32
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
Ich kenne nur den Spruch einer Freundin: "Gott finde ich prima, nur sein Bodenpersonal ist manchmal echt sch...." :clapp:

Zum Thema heimlich Muslima sein: ich hatte letztens ein sehr gutes Gespräch mit meiner Mutter und es hat sich so ergeben daß wir über meine Konvertierung damals und ihre Reaktion geredet haben. Sie meinte daß ich das damals alles zu schnell gemacht hätte - für sie. Ich hab mich z.B. über 2 Jahre lang nicht mit ihr hingesetzt und ihr mal versucht zu erklären was mir der Islam gibt oder wie ich ihn leben möchte... :oops:
Heute würde ich das deutlich anders machen!

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Mi 03 Mär 2010 - 12:17
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
simone hat geschrieben:
Die Sache, dass man Vorurteile bei den Eltern abbaut seh ich im moment etwas sehr kritisch. Ich bin ja jetzt fast 10 Jahre lang Muslima. Es war auch erstmal schwer für sie, dass ich einen Muslim heirate und ich dann auch noch zum Islam konvertiere. Jetzt erleben Sie uns schon 10 Jahre lang, erleben uns und unsere Kinder und erleben einen super friedvollen, ruhigen und toleranten Schwiegersohn, erleben uns beide aber dennoch sehr gläubig und trotzdem sind die Ängste nicht wirklich kleiner geworden. Ich denke mittlerweile, dass man keinerlei Chance hat, wenn Herzen verschlossen sind.....ich sehe es mittlerweile als meinen Dhihad innerlich liebevoll zu bleiben und Ihnen liebvoll zu begegnen, wenn ich durch meine Eltern verletzt werde. Das ist für mich im moment die größte Herausforderung an sich, denn ich bin in in einer Familienkultur aufgewachsen, in der alles immer diskutiert wurde und gestritten werden durfte, die sehr basisdemokratisch war.....

Es wurde in den letzen 10 Jahren soviel erklärt, soviel geredet und trotzdem habe ich das Gefühl, dass sie gar nichts verstanden haben.


Hallo ihr Lieben

Was Simone da berichtet, erlebe ich auch immer wieder auf's Neue. Ich bin zwar nicht zum Islam konvertiert, aber wenn ich das tun wollte, mir würde es mit meiner Familie ganz genauso ergehen.

Ich selbst bin sehr am Islam interessiert, überhaupt fasziniert mich das Thema Religion seit meiner Kindheit. Einiges am Islam irritiert mich, manches stößt mich auch ab, anderes wiederum gefällt mich sehr. Aber mit meiner Familie kann ich darüber absolut nicht sprechen. Keine Chance. Sie reagieren zu 100 Prozent abweisend, alle. Regelrecht allergisch, obwohl sie selbst praktisch keine Muslime persönlich kennen (wir wohnen in einer Kleinstadt mit sehr kleinem muslimischen Bevölkerungsanteil). Das verwundert mich immer wieder, denn auch in meiner Familie werden ansonsten politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und auch religiöse Themen oft und lebendig diskutiert. Nur beim Thema Islam gehen irgendwie automatisch die Rollläden herunter. Das ist schon recht krass. Da hilft kein Argumentieren, nichts. Sie blocken völlig ab. Männer wie Frauen. Ein eigenartiges Phänomen.

Aber ich kenne das auch von anderer Seite her. Ich behaupte mal, dass gut 75 Prozent der Leute meines Bekannten- und Freundeskreises dem Islam eindeutig ablehnend gegenüberstehen. Und nein, ich bewege mich nicht in rechten Kreisen, überhaupt nicht. Was mir immer wieder auffällt ist, wie Simone oben sagte, dass man keinerlei Chance hat, wenn die Herzen verschlossen sind. Ja, so würde ich es auch bezeichnen.

Es ist daher sehr interessant für mich, was ihr da an Erfahrungen berichtet. Denn selbst als Nichtmuslimin erlebe ich das ähnlich.

Beste Grüße
Tirzah


Di 09 Mär 2010 - 13:53
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
UmmAbdurrahman hat geschrieben:
@ Malaika: Vielleicht meinte sie das hier:
Zitat:
Sprich: "Wenn eure Väter und eure Söhne und eure Brüder und eure Frauen und eure Sippe und das von euch erworbene Vermögen und die Wäre, deren Unverkäuflichkeit ihr befürchtet, und die Wohnungen, die euch gefallen, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das Bemühen auf Seinem Weg, dann wartet, bis Allah mit Seinem Befehl kommt." Und Allah leitet die Lasterhaften nicht. (Quran, 9:24)

Hm. Daraus entnehme ich aber nicht die Pauschalaussage, dass "Gott einem wichtiger sein muss als die Eltern". :confused:


Di 09 Mär 2010 - 14:01
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
Asandra hat geschrieben:
Und eigentlich möchte ich mich an dieser Stelle der Frage von Rosalie anschließen: Wann bin ich denn nun eigentlich Muslima? Ich dachte bislang, erst nach einer offiziellen Konvertierung in einer Moschee mit Zeugen und "Papier in die Hand" und islamischem Namen. Doch nicht soo??


Salam

Also ich bin nur für mich konvertiert. Ich habe das Glaubensbekenntnis für mich selber gesprochen. Später nochmal vor meinem heutigem Mann. Also sogesehen nur vor einem Zeugen und auch nicht in der Moschee. Einen Zettel habe ich daher auch nicht.
Ich fühle mich absolut als Muslima und sehe diese Zeugengeschichte als etwa notwendiges von damals an. Gott wird mich ja nicht nicht annehmen nur weil ein männlicher Zeuge fehlte.


Di 09 Mär 2010 - 17:07
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
Ich hab bis heute kein Papier. :diva:
Und in einer Moschee bin ich nur konvertiert weil ich mir das selber damals versprochen hatte.

Es reicht wenn Du das Glaubensbekenntnis aussprichst - und das machst Du ja bei jedem Gebet.

Abgesehen davon bin ich der festen Überzeugung daß Allah / Gott Dich hört wenn Du mit Ihm sprichst - und das es Ihm / Ihr / Es herzlich egal welche "Schiene" Du fährst.

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Di 09 Mär 2010 - 18:01
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
... dann bin ich also "undercover", sozusagen. Trotzdem fände ich es irgendwann mal schön ganz offiziell, als Feier mit allen Leuten, die ihren Anteil daran haben, daß ich diesen Weg gefunden - und nicht schon längst wieder aufgegeben habe!


Di 09 Mär 2010 - 23:26
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
Asandra hat geschrieben:
... dann bin ich also "undercover", sozusagen. Trotzdem fände ich es irgendwann mal schön ganz offiziell, als Feier mit allen Leuten, die ihren Anteil daran haben, daß ich diesen Weg gefunden - und nicht schon längst wieder aufgegeben habe!
Von sowas träume ich auch, irgendwann, in ganz ferner Zukunft. Einfach als fühlbares Zeichen für mich, dass ich meinen Weg gefunden habe. Ich halte ja viel davon, Ziele zu visualisieren...im Moment ist das aber noch gaaaaanz weit entfernt, wiewohl sich an meinem Glauben selbst wohl nichts mehr ändern wird. So gesehen glaube ich im Moment auch "heimlich", aber das ist ja egal, geht ja sowieso nur Allah und mich was an :naenae:

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Di 09 Mär 2010 - 23:37
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
Hmm, wisst ihr aber, dass ihr ohne Konversionsbescheinigung z.B. kein muslimisches Begraebnis haben koennt? Nur so als Denkanstoss ...

Ein Papier braucht man z.B. auch fuer das Visum fuer Saudi-Arabien, falls man mal Hadsch oder Umra machen moechte.

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Mi 10 Mär 2010 - 03:10
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
Salam Musafira,
zweiteres wusste ich und dachte "hat ja noch Zeit". Ersteres ist mir neu und natürlich nicht unwichtig. Im Prinzip müsste ich das nun gleich in Angriff nehmen, so einen Zettel zu bekommen. Man weiß ja nicht wann seine Zeit ist..
Danke für den Hinweis.


Mi 10 Mär 2010 - 12:45
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
Ups, das mit dem Begräbnis wusste ich auch nicht. Da werd ich mir wohl auch schnell so einen Zettel besorgen müssen. Muss der unbedingt von einer Moschee sein?

Bei der Einreise nach Saudi-Arabien bzw. Visa-erteilung wollte niemand von mir so eine Bestätigung haben, ich hab mein Visum auch so bekommen. Wahrscheinlich Glück gehabt.

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Mi 10 Mär 2010 - 17:07
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Beitrag Re: Heimlich Muslima sein?
UmmAbdurrahman hat geschrieben:
Bei der Einreise nach Saudi-Arabien bzw. Visa-erteilung wollte niemand von mir so eine Bestätigung haben, ich hab mein Visum auch so bekommen. Wahrscheinlich Glück gehabt.

Bei der Einreise nicht - aber wenn man Hadsch oder Umra machen möchte.

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Mi 10 Mär 2010 - 18:12
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