Als Hasan und Hussain, die beiden Enkelsöhne des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm) noch klein waren, kam einmal ein Beduine nach Medina, der roh und ungebildet war. Er konnte nicht einmal richtig Wudu/Abdes, die Waschung zum Gebet, verrichten. Als nun die Zeit für das Gebet kam, fing er an, Wudu zu machen, aber aus Unwissenheit machte er es nicht richtig.
Die beiden Brüder Hasan und Hussain merkten, dass der Mann über diese wichtige Sache nicht Bescheid wusste und wollten ihn verbessern. Der Beduine war aber schon ein älterer Mann und die beiden Jungen zu klein, um ihn auf seine Fehler hinzuweisen. Es ist nämlich gegen das islamische Benehmen, dass man Leute, die älter sind als man selbst, direkt auf ihre Fehler hinweist.
Die beiden Brüder dachten über diese Schwierigkeit nach. Schließlich kamen sie auf eine Idee: Sie nahmen ein Gefäß mit Wasser und begannen, Wudu zu machen. Dabei baten sie den alten Beduinen: "Bitte schau doch, wie wir Wudu machen, und verbessere uns, wenn wir etwas falsch machen." Während nun die beiden Wudu machten, beobachtete sie der alte Beduine aufmerksam und bald wusste er, wie man richtig Wudu macht.
So haben die beiden Jungen (Allahs
Wohlgefallen auf ihnen) einen älteren Mann gelehrt, ohne ihn irgendwie zu
beleidigen oder zu kränken.
(Muhammad Ismail)
[Zurück] [Muslima-Aktiv]
Quelle: Al-Islam, Islamisches Zentrum München